Der Strohhalm in der Wüste

Angesichts der neuen Pandemie-Zahlen ist mir ein Gedicht in den Sinn gekommen, das ich vor einigen Jahren geschrieben habe.

Manchmal fühle ich mich wie ein Strohhalm in der Wüste. Ja Wüste, nicht Wiese wie auf dem Bild. Doch diese Metapher ist auch ein Beispiel für meine eigene Resilienz. Heute habe ich beschlossen, das Gedicht auszudrucken und einzurahmen. Es kann nicht schaden, immer vor Augen zu haben, über welche Stärken ich verfüge.

 

Der Strohhalm in der Wüste

 

Bleib stehen du Strohhalm in der Wüste, damit ich dich seh.

Wenn du verschwindest ich den Sinn des Lebens nicht mehr versteh.

Nicht ein einknicken, gerade stehen,

und lass dich bloß nicht vom Wind verwehen.

Ich brauche einen Fixpunkt, an dem ich mich halt fest.

Etwas was Halt gibt und mich hoffen lässt.

Bist du auch nur ein einsamer Halm in einem Meer von Sand,

zeigst du mir doch, auch ich bin biegsam, habe einen festen Stand.

Kann mitschwingen in der Zeiten Lauf,

habe meinen Standpunkt – baue drauf.

 

Telse Maria Kähler

 

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