Die Macht der Frauen ist ihre Bildung

Die Macht der Frauen ist ihre Bildung!“ – Mit einer guten Ausbildung ist oft finanzielle Freiheit verbunden und dies wiederum erlaubt Wahlmöglichkeiten…

Endlich eingetroffen, der Mitschnitt des Interviews vom 6. Juli 2018 in der langen Frauen-Radio-Nacht bei XXradio in Lübeck.

Es ist schon aufregend, sich selbst im Interview zu hören. Noch irritierender ist es, wenn man nachträglich feststellt, manche Aussagen hätte man besser anders oder noch präziser formulieren sollen. Und mit einigen Statements tut man anderen vielleicht Unrecht, weil sie ja auch immer ihr Bestes geben. Doch die Dinge nicht bei Namen zu nennen, hilft keinem weiter.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Zuhören.

 

Doch zurück zum Thema…

Es berührt mich immer wieder, wenn ich feststelle, dass viele Frauen ihre Potentiale nicht ausleben können, weil es ihnen an Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten gefehlt hat.

Viele Frauen bleiben in Verhältnissen, die sie unglücklich machen, weil sie finanziell abhängig sind.

Das ist immer noch so. Trotz eines Schulsystems, das einem Mädchen scheinbar alle Möglichkeiten eröffnet.

Doch warum ist das so?

Motivation
Lernen hat ganz, ganz viel mit Motivation zu tun. Muss ein Kind in einem Umfeld lernen, in dem es unglücklich ist und dafür kann es viele Gründe geben, fällt es ihm schwer zu lernen. Kommen dann noch familiäre Krisen hinzu, und auch die können sehr vielfältig sein, führt mangelnde Konzentrationsfähigkeit oft zu schlechten Schulnoten. Mit schlechten Noten ist es schwer, weiterführende Schulen zu besuchen. Diese ungünstige Startposition setzt sich dann oft im weiteren Berufsleben fort.

Vorbilder
Viel zu viele Mädchen haben falsche Vorbilder. Popstar zu werden kann zwar ein Ziel sein, doch wenn die grundlegende Schulausbildung nicht erfolgreich abgeschlossen wird, führt so ein Ziel zu einem falschen Verhalten. Es geht mehr um Äußerlichkeiten und die persönliche Entwicklung wird vernachlässigt. Wissen erarbeiten und Fähigkeiten erlernen rücken in den Hintergrund.

Zu viele Möglichkeiten
Viele junge Frauen wissen nach Abschluss der Schule nicht, was sie beruflich machen sollen. Sie wissen, sie brauchen einen guten Beruf, also entscheidet Frau sich für ein Studium, doch eher halbherzig. Es gibt zu viele Berufsbilder. Welcher Beruf  ist der Richtige? Weil man unabhänigig sein will und Geld braucht, fängt man an zu jobben. Und manche vergisst, diese Alltagsspirale wieder zu verlassen.

Natürlich gibt es noch viele weitere Gründe. Dabei geht es auch anders. Eine Frau hat je nach Lebensphase immer die Möglichkeit, eine neue Karriere zu starten, denn sie selbst bestimmt, in welche Richtung sich ihre Persönlichkeit entwickelt.

Es geht auch anders!

Das 1. Geheimnis:

Wir haben immer eine Wahlmöglichkeit. Diese Tatsache wird sehr oft vergessen. Auch als erwachsene Frau kann man sich noch für einen anderen Beruf entscheiden. Eine berufliche Selbstständigkeit ist aufregend und eröffnet viele Chancen. Weiterbildung oder Studium sind auch in späten Jahren möglich. Wer einen Weg sucht, erhält Hilfe (Literatur, Internet, Beratungsstellen, Agentur für Arbeit oder von Job-Coaches usw.).

Das 2. Geheimnis:

Wenn wir wissen, dass wir gerne lernen, engen wir uns nicht ein. Falschsätze wie: „Ich kann nicht lernen“ oder „Das schaffe ich nie“ verlieren ihre Wirkung. Wir folgen unserer Motivation und das gibt es Kraft, die eigenen Ziele zu erreichen.

Das 3. Geheimnis:

Wenn eine Frau weiß, wer sie ist, wenn sie ein Ziel hat, ihre Stärken und Schwächen kennt und wenn sie Verantwortung für sich und ihr Tun übernimmt, geht vieles wie von selbst. Es macht ihr Freude, Lösungen für die auftauchenden Probleme zu finden. Sie ist in der Lage andere Sichtweisen zu akzeptieren und abzuwägen, ob andere Verhaltensweisen sie leichter ans Ziel bringen können.

Wenn wir uns mit dem eigenen LERNEN beschäftigen, tun wir uns etwas Gutes, dann wir erweitern unser Handlungsspektrum.

Wenn ich von dem Buch „Frauen lernen anders“ berichte, werde ich meistens nach den Unterschieden zwischen Frau und Mann gefragt. Ja, es gibt biologische Unterschiede. Doch sind die wirklich so wichtig? Ist es nicht viel wichtiger zu wissen, was in mir steckt? In mir, der wichtigsten Person in meinem Leben? Welche Potentiale habe ich noch nicht entdeckt? Und wie kann ich sie zum Ausdruck bringen?

„Frauen lernen anders“ ist ein Erfahrungsbericht, den ich geschrieben habe, weil ich festgestellt habe, mit unserem bisherigen Schulwissen kommen wir im Leben nicht wirklich weiter. Da ist mehr! Und dieses mehr, wird in der Schule nicht gelehrt. Wir brauchen das Erfahrungswissen! Nur beides zusammen angewandt bringt uns voran.

Das Wissen um das eigene LERN-VERMÖGEN ist eine Säule der Resilenz. Unser LERN-VERMÖGEN, ja, es ist wirklich ein großes Kapital, dass wir da in uns haben, hält uns gesund. Wir sind den Veränderungen des Lebens besser gewappnet und haben durch diese SELBST-SICHERHEIT mehr Freude am Leben. Wir wissen, dass wir auf uns vertrauen können. Was kann es Schöneres geben?