Kann Inslewis etwas bewirken?

Schau dir das Bild einmal genau an. Erkennst du den Roboter auf der Freitreppe vor dem Neustadtrathaus in Hannover?

Technische Errungenschaften und witzige Einfälle setzten Kreativität und Einfallsreichtum voraus. Inslewis, die kleine Schildkröte, steht für kreatives Lernen, eigenes Erleben und das Umsetzen eigener Ziele.

Kreativität und Einfallsreichtum basieren auf einigen Grundelementen. Dazu gehören das Lesen und das Schreiben, das sich eingebunden fühlen in eine sichere Gemeinschaft, Vertrauen in eine gute Zukunft und der Umgang mit den persönlichen Lernkompetenzen. Kompetenzen, deren Bedingungen schon im Kleinkindalter gelegt werden und die im späteren Leben normalerweise immer wieder geschult werden.

Auf dem Family Fun Day am Tankumsee hatte ich einige Gespräche mit Eltern von Vorschulkindern. Es waren sehr nette Gespräche dabei, doch einige sind mir richtig unter die Haut gegangen.

Ich erfuhr: Einige Eltern bauen bereits bei Dreijährigen auf IPad, Smartphone und Tablet als Beschäftigungspartner. Bereits im Kindergartenalter, wo es hauptsächlich darauf ankommt, die Welt mit allen Sinnen zu erkunden, beschäftigen sich diese Kinder überwiegend mit den digitalen Medien.

Meine Sorge ist, dass diese Kinder durch die Fixierung auf die elektronischen Geräte wichtige eigene Potentiale nicht leben können. Zum Beispiel: Durch viel Bewegung das Erleben im Raum und durch die Beschäftigung mit Materialen (basteln, malen, kneten, backen) die eigene Selbstwirksamkeit, das sich selbst erleben mit dem guten Gefühl: „Ich kann das!“ Die Realität des Alltags ist eine andere als die Realität in den elektronischen Medien! Und das Vertrauen in die eigene Selbstwirksamkeit ist elementar für die Resilienz des Menschen.

Allgemeine Grundkompetenzen helfen den Kindern, den späteren Schulalltag gelassener zu meistern.

Es ist allgemein bekannt, dass Lesen eine extrem wichtige Fähigkeit ist. Wer gut lesen kann, hat es in vielen Bereichen des Lebens einfacher. Die erste Grundlage für das Lesen lernen bildet das Vorlesen. Und damit kann man nicht früh genug beginnen.

Vorlesen vermittelt Geborgenheit. Wenn wir Kindern etwas vorlesen oder gemeinsam ein Buch anschauen, verbringen wir wertvolle Zeit miteinander. Spielerisch fördern wir die Fantasie der Kleinen. Anders als bei den Filmen oder den Computerspielen malen sich die Kinder beim Zuhören einer Geschichte die Hauptfiguren und die Schauplätze in der Fantasie selbst aus. Das fördert die Kreativität und Vorstellungskraft. Hinzu kommt, Vorlesen macht Kinder einfühlsamer, sie entwickeln mehr Verständnis für andere Menschen.

Und noch ein Argument: Wer schon früh und mit Spaß Geschichten hört und die spannenden Welten der Bücher entdeckt, erhält einen leichteren Zugang zum selbstständigen Lesen.

Nebenbei schulen die Kleinen auf diese Weise ihre Konzentrationsfähigkeit, die Merkfähigkeit und die Sprachkompetenz – eine wichtige Vorbereitung auf den späteren Schulunterricht und die Unterrichtsgespräche. Kindern, denen früh etwas vorgelesen wurde, fällt das Lesen und Schreiben lernen leichter. Das ist wissenschaftlich bewiesen.

Kinder entdecken spielerisch die Welt. Auch in den ersten Schuljahren wird viel Wert darauf gelegt, den Entdeckerdrang zu fördern. Doch spätestens mit dem Schulwechsel in die 5./6. Klasse, werden Strukturen und eigene Lernkompetenzen vorausgesetzt. Auch diese Kompetenzen müssen vermittelt und eingeübt werden.

Und nun komm ich zurück auf meine ursprüngliche Frage: Kann Inslewis etwas bewirken?

Ja, Inslewis kann den Kindern helfen, diese Kompetenzen spielerisch einzuüben. Schon immer wurden wichtige Kompetenzen durch Geschichten vermittelt. Kinder lieben Geschichten. Inslewis zeigt den Kindern seine Insel des Lernens und des Wissens. Spielerisch und humorvoll begleiten sie ihn durch das Land des Lernens.

Hier noch einmal der Roboter am Neustadtrathaus in Hannover – leider etwas klein.

 

Roboter am Neustadtrathaus in Hannover