Schwimmende Steine

Ist es Dir auch schon einmal so ergangen? Du liest es in der Zeitung und denkst: “Ne, das gibst doch nicht!”

Jedenfalls ist es mir vor einigen Tagen so ergangen. Ich konnte nicht anders, als meine Verwunderung und den Zuwachs an Wissen in einem Gedicht niederzuschreiben.

 

 

Schwimmende Steine

Ein kleines Boot so ganz alleine,
trifft im Pazifik auf schwimmende Steine.
Kleine – große – zu einem Teppich vereint,
ein Anblick, der so wunderbar erscheint.

Steine, die schwimmen, das kann nicht sein!
Da fällt jemand auf eine Illusion herein!
Dass Steine schwerer als Wasser sind,
man, das weiß doch jedes Kind.

Fast jeder hat selbst ausprobiert,
fällt ein Stein ins Wasser, was dann passiert.
Gluck, gluck, schon geht er unter,
sinkt auf den Grund des Sees hinunter.

Bimsstein, so stellt man beim Baden fest,
sich nicht so leicht versenken lässt.
Eingebettete Gase in Lavagestein,
solch Steine können ebenfalls leichter als Wasser sein.

Wenn viele Steine sich finden,
gemeinsam schwimmen, sich in Gruppen binden,
über die Jahre hinweg wird ein Teppich daraus,
ein zartes Gebilde – und doch sieht er fast wie eine Insel aus.

Das kleine Boot so ganz alleine,
durchsegelt den Teppich der schwimmenden Steine.
Das Boot sicher im Hafen anlegt.
Der Wind die Steine weiter aufs Meer hinausträgt.

Telse Maria Kähler