Chief Joseph

In dem Roman „Aufbruch ins Land der Großen Wasser“ wird von einem ganz besonderen Mann berichtet, der leider schon vor langer Zeit verstorben ist: Chief Joseph, dem Häuptling der Nez Percé.

Durch eine Postkarte wird Anna, die Heldin in dem Buch „Aufbruch ins Land der Großen Wasser“, auf diesen charismatischen Häuptling aufmerksam. Fortan begleitet er sie bei all ihren Recherchen zu ihrem Buch, denn auch Anna ist als Autorin unterwegs und die Reise in die USA soll den Abschluss für ihr Buch bilden.

Eines Tages bekam auch ich eine Postkarte aus Amerika mit dem Bild von Chief Joseph.

Die Beschäftigung mit dem Schicksal der First Nations in Nordamerika hat mich sehr beeindruckt.

Anna ist auf der Suche nach ihren Koffern bei den Indianern. Letztendlich muss sie jedoch erkennen, dass sie das, was sie sucht, nur in ihrem eigenen Herzen finden kann.

Durch die Beschäftigung mit der Philosophie der Indianer habe ich sehr viel gelernt. Wissen, das ich in diesem Buch gerne weitergebe.

Chief Joseph, Häuptling der Nez Percé

„Chief Joseph und sein Stamm kapitulierten am 5. Oktober 1877 am Snake Creek, nur ungefähr vierzig Meilen vor Grenze, vor Colonel Miles und der US-Armee. Nach langen Kämpfen, vier Monaten und 2400 Kilometern Flucht vor der geplanten Zwangsumsiedlung in ein von der US-Regierung bestimmtes Indianerreservat quer durch die Bundesstaaten Oregon, Wyoming, Idaho und Montana, waren die Nez Percé am Ende ihrer Kräfte. Der zu erwartende Winter hätte vielen von ihnen das Leben gekostet und eine weitere Flucht war nur unter dem Zurücklassen der Verwundeten, alten Frauen und Kinder möglich. Etwa 430 Nez Percé gingen in die Gefangenschaft, mit ihnen Chief Joseph.“ (Auszug aus dem Buch)


Chief Joseph
Chief Joseph, Häuptling der Nez Percé

Chief Joseph heißt eigentlich Hin-mah-too-yah-lat-kekht, was so viel bedeutet wie Donner-der-über-das-Land-rollt.

Als Häuptling der Nez Percé Indianer lebte er von 1840 bis 21.9.1904. Chief Joseph galt als ein kluger Taktiker. Er machte sich gegen Ende der Indianerkriege einen Namen.

Zu seinem Vermächtnis gehören die Worte einer Rede, die er vor dem amerikanischen Kongress hielt:

Behandelt alle Menschen gleich.
Gebt allen Menschen dasselbe Gesetz.
Gebt allen Menschen die gleichen Chancen zu leben und zu arbeiten.
Die Erde ist die Mutter aller Menschen, und alle Menschen auf ihr müssen die gleichen Rechte haben.
Laßt mich ein freier Mensch sein
– frei zu reisen und frei zu bleiben, wo ich will,

– frei zu arbeiten,
– frei, meine eigenen Lehrer zu wählen,
– frei nach der Religion meiner Lehrer zu wählen,
– frei nach der Religion meiner Väter zu leben,
– frei, für mich selbst zu denken und zu handeln
und ich würde jedem Gesetz gehorchen und mich jeder Strafe unterziehen.

Aus einer Rede des Indianerhäuptlings Chief Josef