Die Reise der Heldin

© artspace - Fotolia.comDie Heldin Anna schreibt an ihrem sich selbstentwickelnden Selbsterfahrungsroman „Aufbruch in die Schmetterlingszeit“. Hier geht es also nicht nur um eine einfache Liebesromanze, es werden grundlegende Lebensthemen angesprochen.

Meine Recherchen für das Buch „Im Land der Großen Wasser“ begannen mit der Frage: „Wie frei bin ich eigentlich wirklich?“.

Eine philosophische Frage, aber auch eine praxisorientierte Frage, denn sie muss im ganz normalen Alltag immer neu beantwortet werden. Es ist erstaunlich, wieviele Fäden da zusammenkommen, die auf uns einzuwirken und mit uns spielen wie mit einer Marionette.

Ist Freiheit nur ein Gefühl? Wenn ja, verändert es sich im Wechselspiel der Lebensphasen? Was hindert mich daran, mich frei zu fühlen?

Es ist also auch eine spirituelle Frage. Deshalb beinhaltet Annas Reise die Erkenntnis, dass man vor lauter Suchen im Außen die innere Wahrheit oft nicht wahrnimmt und dadurch den Blick für die Realität des Lebens aus den Augen verlieren kann.

Anna begibt sich also nicht nur auf eine Reise nach Amerika, sondern auch auf eine Reise zu sich selbst. Was kann diese Reise besser beschreiben als das folgende kleine Gedicht.


Aufbruch in die Schmetterlingszeit

Sehnsucht nach Abenteuern in einem fremden Land.
Beginn einer Suche – Ziel unbekannt.
Illusionen versperren mir die Sicht.
Die innere Weisheit durch Träume zu mir spricht.

Fremdbestimmung – die Kraft zum Handeln mir nimmt.
Körperwissen – die Suche nach Einfachheit beginnt.
Die wilde Frau in mir – ich kann sie befreien.
Alte Wunden heilen – mir selbst und anderen verzeihen.

Bilanz ziehen in meines Lebens Haus.
Aufräumen – Altes, Abgelebtes muss raus.
Schlüssel finden – innere Schätze heben.
Sich selbst wieder spüren – Intuition leben.

Rollen im Außen und Innen benennen.
Die eigene Schönheit, den eigenen Wert erkennen.
Neue Farbe bringen in des Lebens Spiel.
Lebensfreude, Glück – sie sind mein Ziel.

“ENT“wicklung findet in meinem Tempo statt.
Für mich ist sie wichtig – Niemand nimmt sie mir ab.
Im Tanz des Lebens stellt der Alltag die Weichen.
Den Visionen folgen – sie geben mir Zeichen.

Neues beginnen und Altes beenden.
Gefundene Schätze für mein Leben verwenden.
Dankbar strecke ich meine Flügel aus.
Wie ein Schmetterling kann ich fliegen – bin endlich zu Haus.

Telse Maria Kähler